Zum festlichen Auftakt spielte die Steinbacher Trachtenkapelle auf, bevor die Bürgermeisterin den Abend traditionell mit einem gemeinsamen „Prost“ eröffnete. Im Anschluss nahm Stefanie Kießling die Gäste mit auf eine Zeitreise durch die vergangenen neun Jahre in Steinbach. Anhand von Bildern und Beispielen zeigte sie, wie viel sich seit 2017 im Ort bewegt hat: sichtbare Verbesserungen etwa am Hammerteich, am Saal oder an der Kindergartenfassade, aber auch viele kleinere Schritte, die das Dorf vorangebracht haben. Gleichzeitig sprach sie offen an, wo Herausforderungen bestehen bleiben – etwa beim Jugendanger oder bei leerstehenden Gebäuden in der Ortsmitte.
Landrat Brodführer würdigte in seinen Worten das Engagement der Bürgerschaft und betonte die Bedeutung privater Initiativen für die Dorfentwicklung. Er verwies auf zahlreiche Beispiele mutiger Eigentümer, die Gebäude sanieren und wieder mit Leben füllen.
Den Blick in die Zukunft leitete Andy Reichel mit einem Rückgriff auf das Jahr 2005 ein. Er erinnerte an die Feierlichkeiten zum 675-jährigen Ortsjubiläum und berichtete aus erster Hand von Organisation, Erfolgen und Herausforderungen der damaligen Festwoche. Die historischen Bilder sorgten bei vielen Anwesenden für Begeisterung und so manches Staunen.
Im Anschluss sammelten die Teilnehmer erste Ideen für das Jahr 2030, wenn Steinbach sein 700-jähriges Bestehen feiern wird. Schnell entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über mögliche Formate. Viele hielten einen großen Festumzug wie 2005 aus personellen und finanziellen Gründen für kaum umsetzbar. Stattdessen fand die Idee eines „stehenden Umzugs“ breite Zustimmung: Die Gäste könnten dabei durch den Ort gehen und an verschiedenen Stationen in Höfen, auf Plätzen und an Gebäuden Aktionen und Darbietungen erleben.
Die Ideen reichten von einer Festwoche oder einem ganzen Festjahr über eine lange Kaffeetafel, Haus- und Hofmusikabende und kleine Wettbewerbe bis hin zu Kunstausstellungen Steinbacher Künstler. Dabei waren sich die Anwesenden einig, dass sie Kinder, Jugendliche, Vereine, Schule, Kindergarten und Partnergemeinden frühzeitig einbinden wollen, um ein Fest zu gestalten, das von der gesamten Dorfgemeinschaft getragen wird.
Auch für die kommenden Jahre formulierten die Steinbacher konkrete Ziele: Sie wollen das Ortsbild weiter aufwerten, Leerstände reduzieren, die Ortsmitte beleben und den Jugendanger fertigstellen. Darüber hinaus treiben sie Projekte wie den Schleifkotennachbau am Hammerteich voran. Immer wieder wurde deutlich, dass die Dorfentwicklung vom Engagement jedes Einzelnen lebt.
Der nächste Zukunftsstammtisch findet voraussichtlich am 26. Juni statt. Ideen, Vorschläge und konkrete Hilfsangebote sammelt der Verein Steinbach hat Zukunft – per E-Mail an steinbach-hat-zukunft@online.de oder analog über den Vereinsbriefkasten am Markt 6. Dort können auch noch bis zum 26. März die Fragebögen zum aktuellen Projekt „Energiestollen“ eingeworfen werden.
Der 50. Zukunftsstammtisch zeigte eindrucksvoll, wie eng in Steinbach Vergangenes, Gegenwart und Zukunft miteinander verbunden sind – und dass die Vorbereitungen für das Jubiläum 2030 längst begonnen haben.